Zwei Minuten fehlen zur Überraschung

SC Egenbüttel – HEBC 0:1 (0:0)

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Jana (l.) stört die spätere Siegtorschützion Riga beim Schussversuch

Die HEBC-Mädels drängen mit aller Macht in die Landesliga – das Ziel „Aufstieg“ wurde bei den Lila-Weißen vor der Saison vorgegeben. Wahrscheinlich wollen sie unbedingt eine Klasse höher spielen, damit sie nicht mehr an den Moorweg müssen…
Gab es in der vergangenen Saison eine sensationelle 1:2-Niederlage, musste sich der Tabellenzweite auch diesmal lange gedulden, ehe die drei Pflichtpunkte unter Dach und Fach waren. Erst in der 88. Minute schlug der Favorit zu und verkürzte den Rückstand auf Spitzenreiter BU.
Wir konnten (fast) in Bestbesetzung antreten, lediglich Finja, Tanja und Kirke mussten krankheitsbedingt passen, dennoch hatten wir eine gute Truppe am Start, die nicht komplett mauern wollte, wohl aber in erster Linie defensiv sicher stehen sollte. HEBC hatte im ersten Durchgang ein leichtes Übergewicht, hundertprozentige Chancen erspielten sie sich aber kaum. Viele Angriffe vereitelten Jenny und Katha auf der Doppel-6, den Rest übernahmen die starke Jana L. und Miri in der Zentrale.
Wir waren vor allem bei Standardsituationen gefährlich, Naddels zahlreiche Freistöße waren gut getreten, die größte Möglichkeit ergab sich dabei für Alex, die eine Weiterleitung von Katha nur ganz knapp am Tor vorbeilegte. Auf der Gegenseite vergab Riga die beste HEBC-Chance, als sie aus kurzer Distanz an der erneut sehr guten Laura scheiterte.

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Naddel wird von HEBC-Stürmerin Hoffmann per Klammergriff gestoppt

Die Frage in der Pause war, wie lange die Kraft reichen sollte, um das laufintensive Spiel zu überstehen. Nach der Pause drückte HEBC uns tiefer in die eigene Hälfte als es geplant war, Entlastungsangriffe waren jetzt eher die Ausnahme, zumal Alex meist komplett auf sich allein gestellt war, da fehlte zu oft die Unterstützung des Mittelfeldes.
Den Gästen rannte so langsam die Zeit davon. Ein Punktgewinn gegen die Eimsbütteler wäre für uns schon ein Erfolg, mit einem 0:0 hätten wir gut leben können.
Das es auch bis kurz vor dem Ende noch torlos blieb, hatten wir Laura zu verdanken, die bei einer 1-1-Situation die Nerven behielt und gegen die allein auf sie zulaufende Riga erneut parierte.
Doch in der 88. Minute war auch sie machtlos. Unsere Defensive konnte den Ball nicht aus der Gefahrenzone schlagen, Lisa hämmerte den Ball dann zu allem Überfluss an den eigenen Pfosten statt ihn sicherheitshalber ins Aus zu schlagen. Laura lag geschlagen am Boden, Riga musste den Abpraller nur noch ins Netz hämmern – die späte Entscheidung zugunsten der Gäste.
Uns blieb jetzt kaum noch Zeit für einen Gegenschlag, da die Nachspielzeit diesmal trotz zahlreicher langer Unterbrechungen auch nur zwei Minuten betrug.
Insgesamt war es trotz des sehr späten Gegentores aber ein verdienter HEBC-Sieg, da die Gäste wesentlich mehr Spielanteile und die klareren Chancen hatten.

SC Egenbüttel – HEBC  0:1 (0:0)
SCE: Laura Mielke – Lisa Jäckel, Miriam Stieb, Jana Lübker, Anna Klengel – Katharina Kanzler, Jennifer Butterfield – Jana Anger, Nadine Bramorski, Svenja Timm – Alexandra Köhn
Tor: 0:1 Riga (88.)
SR: Damar (Niendorfer TSV)
Zuschauer: 25
Gelbe Karten: 1 / 4