Tore satt beim NFC

Norderstedter FC – SC Egenbüttel  1:14 (1:9)

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Katha kehrte nach Urlaubspause zurück und agierte wie gewohnt zweikampfstark

Wirft man einen Blick auf die aktuelle Tabelle kann man sich noch immer über den Einsatz der Regio-Spielerinnen bei der Niederlage in Bramfeld aufregen. Gegen andere Teams spielt der BSV in Unterzahl und kassiert 0:8-Klatschen, gegen uns wurde das Team aufgehübscht und wir verloren extrem wichtige drei Punkte. Die Spitze in unserer Liga ist dermaßen eng zusammengerückt, da ist jeder Punkt wichtig und jeder Ausrutscher schmerzt umso mehr. Wir mussten beim Gastspiel in Norderstedt also in erster Linie versuchen, unsere Tordifferenz aufzubessern. Die drei Punkte waren Pflicht, da der NFC personell arg angeschlagen ist und nur zu neunt antreten konnte.

Wer jedoch dachte, der Gastgeber würde sich einigeln und hinten alles zumauern, sah sich getäuscht. Die Taktik des NFC war es, extrem hoch zu stehen, unsere Angriffe an der Mittellinie abzufangen und unsere zahlreichen Offensivkräfte so ins Abseits zu stellen. Bis unsere Mädels das so halbwegs kapiert hatten, waren sie auch schon 10-15x hineingetappt in die Falle. Ob nun wirklich alle Abseitspfiffe korrekt waren, sei dahingestellt – jedenfalls wurde jede enge Entscheidung abgepfiffen. So dauerte es bis zur 19. Minute, ehe Finja das erlösende 1:0 erzielte. Norderstedt mauerte auch dann nicht, sondern behielt die Taktik bis zum Ende des Spiels bei.

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Alex traf im eher durchwachsenen zweiten Durchgang auch doppelt

Bis zur Pause erzielten wir anschließend acht weitere Tore, wobei Svenja und Jana ihre ersten Saisontore erzielten. Etwas skurril waren zwei weitere Pfiffe des Schiris, der einen Freistoß für den NFC gab, da Laura beim Abstoß ihren Strafraum verlassen haben sollte – obwohl sie beim Pfiff noch einen guten Meter hinter der Linie stand. Eine Minute vor dem Halbzeitpfiff rauschte Laura dann außerhalb des Strafraums die NFC-Stürmerin um, nun zeigte der Referee auf den Punkt, wodurch der NFC zum Ehrentreffer kam. Wahrscheinlich waren die bunten Linien auf dem Kunstrasen-Granulat-Platz zu unübersichtlich.

In der Pause wurden weitere Tore eingefordert – immer im Hinterkopf, die Tordifferenz weiter aufzubessern, schließlich hatte Spitzenreiter Walddörfer mit +27 da ein gutes Polster aufgebaut. Beim Spielstand von 9:1 zur Halbzeit geht aber zwangsläufig die notwendige Motivation etwas in den Keller. Wir hatten zwar noch mehr Freiräume als vor der Pause, aber nun fehlte immer öfter die Entschlossenheit vor dem Tor. Wie dort teilweise in Überzahl die Chancen verballert wurden war schon ziemlich grausam.
Das Highlight der zweiten Hälfte war ein direkt verwandelter Freistoß von Finja und ein tolles Solo von Melina, die geschickt die Keeperin umkurvte und dann gedanklich schon überlegte, welches Jubelszenario sie vortragen sollte – bis der Ball am Außennetz zappelte…

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Jäss zeigte sich gewohnt treffsicher und traf vierfach

Immerhin wurde es noch ein 14:1 – wodurch wir in Sachen Tordifferenz gut aufholten, am WSV aber nicht vorbeiziehen konnten. Da der Spitzenreiter das Topspiel gegen die GFSV nicht gewann (1:1), stehen nun drei Teams ganz oben mit je 16 Punkten, wobei Walddörfer ein Nachholspiel in Friedrichsgabe zu absolvieren hat. Wir folgen gemeinsam mit HR mit je 15 Punkten, wobei auch wir noch ein Spiel weniger auf dem Konto haben (13.12. in Harburg). Hätte man seiner Zeit gegen das „Bezirksliga-Team“ aus Bramfeld gespielt, hätte man jetzt vielleicht sogar… Egal, zuviel Konjunktiv.

Wir erwarten am Sonntag nun das Verbandsliga-Spitzenteam aus St. Pauli zum Pokalspiel (13 Uhr), anschließend kommt Union Tornesch an den Moorweg. Wieder eine wichtige Partie – es bleibt spannend an der Spitze der BZ West.

Norderstedter FC – SC Egenbüttel  1:14 (1:9)
SCE: Laura Mielke – Kirke Rettstadt (46. Miriam Fritz), Melina Kirschnick, Melanie Rutz, Sandy Kruse (66. Janina Kolbig) – Katharina Kanzler – Jana Anger (70. Annika Dietz), Alexandra Köhn, Svenja Timm, Finja Drossel – Yasmine Sennewald
Tore: 0:1 Drossel (19.), 0:2 Sennewald (21.), 0:3 Timm (27.), 0:4 Drossel (29.), 0:5 Sennewald (31.), 0:6 Sennewald (32.), 0:7 Drossel (37.), 0:8 Anger (39.), 0:9 Drossel (40.), 1:9 Slotty (44., FE), 1:10 Sennewald (50.), 1:11 Köhn (51.), 1:12 Drossel (60.), 1:13 Drossel (72.), 1:14 Köhn (75.)
SR: Paulsen (Glashütter SV)
Zuschauer: 15
Karten: 1 / 1